Nachdem die letzten Wochenenden recht verblasen waren, war heute ausnahmsweise mal kein Wind, wenn man von den regelmäßigen Ablösungen mal absieht.
Und heute war der FFN mal wieder mit der Winde auf der Halde, während 2 andere Gleitis versuchten in den Ablösungen zu groundeln. Nachdem der größte Wildwuchs entfernt war, solltes los gehen. Doch als Thomas und ich am Start ankamen, mussten wir feststellen, dass der leichte Wind, der bisher rel. konstant aus Osten kam um 180 grad gedreht hatte. Also entschieden wir uns noch mal umzubauen, was sich im Nachhinein als richtig erweisen sollte.
An der Gartenstraße wurde auf die Halde zugeschleppt, also nach Norden, ohne dass jemand oben blieb, daher hatte ich einen Streckenflug für heute abgeschrieben.
Ich startete als erster und wieder Erwarten kam der U-Sport bei null Wind gut hoch und auch das Steigen im Schlepp war über 4 m/s. Nach dem Ausklinken flog ich auf die Haldenkante zu in der Hoffnung, dass da was abgeht und tatsächlich merke ich das vertraute Ziehen der Kappe, das Piepen … und mit der ersten Kurve ist der Bart voll zentriert. Es geht dann ziemlich bald mit 2-3 m/s hoch, leider läßt das Steigen dann in 700 m nach, und ich versuche mein Glück unter Kumulanten über Neukirchen. Inzwischen hat Jo, der sich an der Gartenstraße aus 60 m hochgearbeitet hat, zu mir aufgeschlossen. Auf der Halde sehe ich noch den Start von Thomas, der sich auch zu halten schien. (Wie ich später erfuhr, ist er eineinviertel Stunde geflogen). Lemmi musste dann warten, weil kein Startleiter mehr da war.
Ich bin dann bis kurz vor Wesel mit Jo zusammen vorgeflogen, bei schwacher Thermik. Jo entschied sich nach Norden weiterzufliegen, während ich nach Ostnordost weiterflog. Ich wollte nicht in den holländischen Luftraum und außerdem hatte ich in der Richtung 2 schöne Cumuli für die Rheinüberquerung gesehen. Weiter ging es entlang der Lippe bis Dorsten, wo ich dann auf dem Segelflugplatz gelandet bin. Das war zwar früher als ich gedacht hatte, aber dafür gab es dort ein gutes Bier und einen netten Segelflieger, der mich zum Bahnhof gebracht hat. Und vielen Dank an Chris, der mich nicht nur super geschleppt hat, sondern auch noch aus Rheinhausen abgeholt hat.
Thomas möchte gerne mal mit auf Strecke gehen. Gerne. Und natürlich können sich auch noch weitere ambitionierte Flieger anschließen. Das Potential der Halde wurde bisher klar unterschätzt. Heute jedenfalls ging es besser als unten und auch besser als in Sevelen.
Hier noch meine Flüge im DHV-XC:
http://xc.dhv.de/xc/modules/leonardo/index.php?name=leonardo&op=list_flights&pilotID=0_1860&takeoffID=0&country=0&year=0&month=0&season=0
Theo